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Geschichte des Mittelalters

Geschichte des Mittelalters

Beitragvon Lindariel » 24. Nov 2012, 09:04

Mit dem Ende der Völkerwanderungszeit, welches durch die langobardische Reichsgründung markiert ist, wird der Beginn des Mittelalters eingeläutet. Diese Epoche wird gewöhnlich in Früh-, Hoch- und Spätmittelalter eingeteilt. Es ist schwer eindeutig davon zu sprechen, wie manche Sachverhalte im Mittelalter waren, da sich viele Gegebenheiten im Laufe des Mittelalters drastisch veränderten.

Das Mittelalter

Oft wird das Mittelalter als die "dunkle Zeit" bezeichnet. Zweifellos gab es damals aber auch sehr viel Freude und es wurden auch bestimmt mehr als ausreichend Feste gefeiert. Zeitlich lässt sich das Mittelalter etwa zwischen dem sechsten und dem 15. Jahrhundert einordnen, also zwischen Antike und Neuzeit. Dabei sind die Übergänge als Zeiträume und nicht als spezielles Datum anzusehen. Wichtig ist, dass sich diesbezügliche Einordnungen meist auf West- und Mitteleuropa und nicht so sehr auf den islamischen Bereich beziehen.

Der Beginn des Mittelalters

Gerne wird das Jahr 568 als Beginn des Mittelalter angegeben. Dies ist das Jahr in dem die Langobarden in Italien einmarschiert sind und das wird als Ende der Völkerwanderungszeit und somit als Beginn des Mittelaters angesehen. Natürlich kann der Übergang von einer Epoche zur einer anderen nicht so klar definiert werden. Der Beginn des Mittelalters wird deshalb auch abhängig vom jeweiligen Betrachtungswinkel anders datiert.

Das Frühmittelalter

Das Frühmittelalter (Wikipedia) reicht etwa bis zum 10. Jahrhundert, es war die Zeit der Merowinger und Karolinger. Es könnte als Zeit des Verfalls gesehen werden. Errungenschaften der Antike gingen zum Teil verloren und die Bedeutung von Handel und Geldwirtschaft ging stark zurück.

Über diesen Teil des Mittelalters, welcher vergleichsweise schlecht dokumentiert ist, existieren Spekulationen, dass Teile davon erfunden waren. Diese Theorie des Erfundenen Mittelalters (Wikipedia) besagt, dass etwa 300 Jahre des Frühmittelalters erfunden und die damit verbundenen Dokumente gefälscht sein sollen. Diese Theorie wird jedoch von der Wissenschaft nicht anerkannt.
Im Frühmittelalter erlebten die Wikinger ihre Blütezeit. Über 200 Jahre beherrschten die Nordmänner die Meere und versetzten vielerorts die Menschen in küstennahen Regionen in Angst und Schrecken.
Das Hochmittelalter

Das Hochmittelalter (Wikipedia) ist dann etwa ab dem 10. oder 11. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert einzuordnen. Es war die Zeit, in der das Papsttum große Macht aufgebaut hat und mit den weltlichen Herrschern um die Vormachtstellung kämpfte. Die Gesellschaft war streng reglementiert, die einzelnen Bevölkerungsgruppen blieben für sich. Für das gemeine Volk, das hauptsächlich aus Bauern, Dienstboten und sogenannten Tagelöhnern bestand, waren die Zeiten hart, man lebte am Existenzminimum. In ihrer wenigen Freizeit vergnügten sie sich vor allem mit Musik, Kartenspielen oder auch dem Besuch eines Jahrmarkts mit seinem fahrenden Volk.
Das Spätmittelalter

Die Zeit vom 13. Jahrhundert bis zur einsetzenden Renaissance wird als Spätmittelalter (Wikipedia) bezeichnet. Es ist die Zeit des Hundertjährigen Krieges, die Zeit in der Millionen Menschen der Pest, dem schwarzen Tod zum Opfer fallen, aber auch die Zeit in der Kunst und Wissenschaft einen Aufschwung erlebten. Die Zeit großer Veränderungen gesellschaftlicher Normen, die sich in all ihren Bereichen auf die Ideale der Antike stützte.

Die Erfindung des Buchdrucks lieferte der europäischen Gesellschaft neue Möglichkeiten. Er eröffnete die Demokratisierung des Lernens. Die scholastischen Denkstrukturen wurden durch empirische und experimentelle Ansätze abgelöst. Auch das christozentrische Weltbild, der Heilsplan Gottes, wurde durch das kopernikanische Weltbild, dass die Erde keine Zentralstellung hat, kritisiert. Literarische Formen änderten sich: Von Tageliedern und Minnesang zu romanartigen Erzählungen über den heiligen Gral. Die Religion wurde durch den Zugang zu biblischen Texten „gelebt“. Erste Vorstellungen der Apokalypse führten bei den Menschen zum Wunsch nach Gotteserfahrungen und festigten den Glauben.
Lindariel
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