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Tipps für gutes Rollenspiel

Tipps für gutes Rollenspiel

Beitragvon Lindariel » 26. Nov 2012, 02:31

Lerne deinen Charakter kennen !

Man sollte sich klar machen, was für einen Charakter man spielt. Jeder Charakter hat Stärken und - das ist sehr wichtig - Schwächen. Ist ein Charakter beispielsweise besonders abergläubisch, würde man ihn immer wieder 'böse Omen' oder 'schlechte Vorzeichen' sehen lassen.

Meistens sieht es so aus, daß ein Krieger sich perfekt mit Magie auskennt ( man hat schließlich vorher einen Magier gespielt), oder der Priester versucht sich Gift zu beschaffen. Einige Sachen sollte man seinen Charakter verbieten, auch wenn sie nicht explizit verboten sind. Der Leitsatz sollte immer sein: Führe Deinen Charakter so wie den typischen Vertreter seiner Klasse.

Der Meister sollte zwischen den Charakteren differenzieren. Ein Gelehrter wird Schwierigkeiten haben, eine Auskunft von einem Bettler zu bekommen, ein Streuner hat weniger Probleme damit.

Wie spielt man allerdings einen besonders charismatischen oder klugen Charakter ? Das steht wohl auf einem anderen Blatt. Es ist hilfreich, sich Reaktionen auf Standardsituationen schon einmal vorher zu überlegen, so daß spontan reagiert werden kann.

Spiele ernsthaft !

Es mag auf den ersten Blick etwas widersprüchlich erscheinen, mehr Spaß durch Ernst zu haben. Am ehesten kann man das wohl mit einem Kinobesuch vergleichen. Auch wenn der Film nicht besonders humorvoll ist, so kann er doch spannend sein, wie z.B. ein Horrorfilm. Das faszinierende ist aber, daß dieser Film interaktiv ist.

Dabei möchte ich den Spaß keineswegs zu kurz kommen lassen. Man sollte einfach seine Rolle und seine Handlungen ernst nehmen und nicht 'wilde Sau' spielen. Was Du nicht willst, was man Dir tut, das tu' auch keinem anderen zu - auch nicht Deinem oder anderen Charakteren.

Mache deinen Charakter zu einen Besonderen !

Jeder (wenn auch noch so unbedeutende) Charakter ist ein Individuum, mit eigener Geschichte, Erlebnissen, Ansichten und Wünschen, welche allesamt nicht immer charaktergerecht sein müssen. Dein Charakter läßt sich tätowieren ? Gut ! Dein Charakter trägt grundsätzlich schwarz ? Noch besser ! Dein Charakter trägt ein auffälliges Amulett (das keine Wirkung hat) ? Laß ihn das tun ! Dein Charakter fürchtet sich vor Zauberern, die die linke Hand benutzen ? Ausgezeichnet, denn damit hast du eine Schwäche eingeräumt und ihn etwas farbenfroher gestaltet. Man kann sich diesbezüglich richtig austoben.

Gib deinem Charakter eine Biographie, NPC-Freunde, Verwandte, Feinde (!), verpasse ihm Spleens, Tics, fixe Ideen oder ein fernes Ziel (Hauptmann werden, reich werden, Dekan der magischen Fakultät von Fasar werden) - kurz: Mache Deinen Charakter zu einer runden Sache.

Dein Charakter ist sterblich ! Dein Charakter ist kein Gott !

Dieser Tipp ist für alle Spieler ob neu oder bereits mit endloser Erfahrung gesegnet. Denke immer daran, daß jeder Charakter einen Selbsterhaltungstrieb hat. Deshalb sollte er sich nicht mit 10 Wölfen anlegen und darauf hoffen, daß jemand eine Jägerpatrouille schickt. Man sollte auch nicht zu sauer sein, wenn man in einem fairen Kampf unterliegt.

Wenn man aus dem Spiel aussteigen oder einen anderen Charakter spielen will, sollte dies nicht durch den Tod des Charakters geschehen, neben Entführung die zur Folge haben kann das der Spieler spurlos verschwindet, gibt es zudem die Möglichkeit das man sich auf eine lange Reise begibt, der Charakter muß nicht sterben um ihn aus dem Spiel zu nehmen wie man sieht.

Hierzu ein Tip der sicher viel mehr Beachtung findet als der beste bis ins letzte Detail geplante Tod. Bereite deinem Charakter ein fulminantes Ende, ohne das er stirbt aber eben unsterblich in den Erinnerungen wird.

Bewahre Geheimnisse !

"Hallo Leute, mein Charakter heißt Domius, nennt sich meistens aber Sabit, weil er als Spion des KGIA unterwegs ist. Er trägt immer einen Dolch in seinem Stiefel und hat den Auftrag, die Gruppe auszuhorchen."
Danke ! Sehr schön, gut das zu wissen. Wer sich so vorstellt, hat eigentlich schon alles falsch gemacht. Vielleicht kann einem ein kleines Geheimnis nützlich sein oder man kann andere Spieler überraschen, so daß der Spielspaß gesteigert wird. Stell dir vor, ihr kämpft gerade gegen hoffnungslos überlegen Dämonen, da plötzlich ruft euer sonst eigentlich unnützer Antimagier 'Auge des Limbus' (Erklärung: Auge des Limbus ist eine regeltechnische Zauberformel. Es öffnet sich eine strudelartige Öffnung in den Limbus, die alles in der näheren Umgebung einsaugt), ohne daß ihr vorher etwas davon ahntet. Solche kleinen Überraschungen sind sicher ganz nett.

Spielen und spielen lassen

Hier will ich gleich zwei Punkte ansprechen. Erstens gibt es in jeder Spielegruppe immer einen, der besonders gut weiß, wie ein Chrakter zu spielen ist, aber auch einen, dessen Kritik besonders ätzend ist. Hier gilt die alte 'Brainstorming'-Regel: Keine Kritik, auch wenn es schwer fällt. Ja, wir leben in einer Zeit, in der man 'seine Meinung sagt' und 'sich kritisch äußert'. Jeder sollte hier aber gerade SEINEN (Spiel-)Charakter spielen und nicht den irgendeines anderen. Wird man von einem Spieler gefragt wie man dessen Rolle interpretieren könnte (wenn beispielsweise ein Neuling einen erfahrenen RPler fragt), so kann man durchaus äußern wie man dies selbst tun würde, allerdings ist Kritik fehl am Platz sollte der Spieler die Rolle anders auslegen, Ratschläge ja, Kritik nein so sollte jeder damit umgehen. Bedenkt das wir alle einmal angefangen haben und jeder von uns am Anfang seiner RP-Karriere erfahrene Spieler um Rat gefragt hat und dabei auch nicht dafür kritisiert werden wollte das man noch unerfahren ist.

Der zweite Punkt handelt von dominanten und passiven Spielern. Es gibt immer wieder Spieler, die die gesamte Spielhandlung an sich ziehen und andere Spieler nicht zu Wort kommen lassen. Man sollte 2 Punkte dabei überprüfen: Bist Du selber so ein Mensch, oder bin ich vielleicht zu passiv. Erfahrungsgemäß entstehen die besten RPs aus der Situation heraus das alle ins Spiel einbezogen werden und ihre Rolle entsprechend ihren Fähigkeiten einbringen können. Davon profitiert die gesamte Spielgemeinschaft. Auch zeichnet es gute RPler aus wenn sie in der Lage sind unsichere (weil vielleicht noch zu unerfahren) Spieler durch die Qualität ihres eigenen Spiels in das laufende RP zu integrieren, Fehler zulassen und vielleicht sogar durch ihr gutes RP was sie in der Lage sind zu spielen anderen spielerisch zu vermitteln was sie bis dahin aufgrund fehlender RP-Erfahrung noch nicht kannten und daraus lernen.

Als weiteres sollte einem bewußt sein das wir hier Mittelalter-Fantasy spielen, das bedeutet zwar das ihr neben den klassischen Mittelalterrollen auch viele Rollen und Rassen der Fantasywelt spielen könnt aber auch hierbei gibt es ganz klare Vorstellungen die wir haben die zu beachten sind.

Mischlinge aus beispielsweise Lykaner, Vampir, Elbe und Drache, oder auch Dämon, Fee, Mensch und Nixe usw (man kann sicher hier viele Beispiele noch anführen) sind so nicht spielbar bei uns, wenn ihr eine Rolle erschafft legt euch auf etwas fest, ihr habt innerhalb einer Rasse so viele Möglichkeiten sie mit Stärken und Schwächen auszustatten das solch ein Rassenmix gar nicht nötig ist. Bedenkt vor allem das ihr damit Godmode spielt oder im besten Fall dem sehr nahe kommt was auf unseren Sims in keiner Form gespielt werden darf. Mischlinge kann es unter Umständen auch geben aber dies sollte man vorher mit der Simleitung besprechen so das es auch eine logische und spielbare Mischung ist. Allerdings besteht diese dann höchstens aus 2 Rassen (Gene vom Vater Gene der Mutter).

Wenn ihr diese Tips beachtet habt ihr eine gute Möglichkeit euch eine Rolle zu erschaffen die in sich selber einzigartig und dennoch so unkompliziert ist das sie in unserem Rollenspiel leicht Fuß fassen kann.
Lindariel
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